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Vorhang auf – gemeinsames Zirkusprojekt der BBS Landstuhl und der Reha Westpfalz

12.06.2017 | Von: Anne Müller

„Manege frei“ hieß es am Donnerstag, dem 01.06.2017 und am Freitag, dem 02.06.2017 für die Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres in inklusiver Form. Gemeinsam mit den Lernenden der Reha Westpfalz, den Bewohnerinnen und Bewohnern des Reha Wohnheimes in Landstuhl und drei neu zugewanderten Jugendlichen der BBS Landstuhl, wurde in den vergangenen Monaten geprobt und geübt und ein spannendes, inklusives Zirkus-Projekt geplant und organisiert. Unterstützt wurde das Projekt durch den „Circus ZappZarap“, einem professionellen, pädagogisch ausgerichteten Zirkusunternehmen, das die Lernenden tatkräftig betreute. 

Unter dem Motto „Kannst du nicht, gibt es nicht“ erfuhren die Jugendlichen und Erwachsenen (mit und ohne Beeinträchtigungen) die Welt des Zirkus‘ hautnah und wuchsen während der drei Vorstellungen sichtlich über sich hinaus.

 

In 14 Genres, darunter Jonglage, Fakir und Feuerspucker, Drahtseil und Trapez, stellten die rund 180 Beteiligten ihr erlerntes Können unter Beweis. Dabei wurden die Wünsche der Lernenden berücksichtigt. „Jeder kann das machen, was ihm liegt und so zum Programm beitragen - das kann in und natürlich auch außerhalb der Manege sein, denn jeder wird hier gebraucht und trägt einen wichtigen Teil zum Gelingen des Projektes und den geplanten Aufführungen bei“, erläuterte Silke Weis-Braun (Projektleiterin Reha Westpfalz). „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entdecken zwar ihre Grenzen, machen aber gleichzeitig die Erfahrung, dass sie diese mit Unterstützung überwinden können“, betonte Vanessa Kaufmann (Projektleiterin Reha Westpfalz). „Die körperlichen, kognitiven und sozialen Entwicklungsmöglichkeiten stehen dabei für uns immer im Vordergrund; ob mit oder ohne Handicap: Im Circus ZappZarap findet jeder seinen Platz, gehört zur großen Zirkusfamilie und bekommt seinen wohlverdienten Applaus“, so Frau Kaufmann weiter.

 

Am vergangenen Donnerstag war es dann endlich soweit; stilecht im eigens aufgebauten Zirkuszelt, fand schon früh morgens die erste, gut besuchte Premiere statt. Routiniert folgten zwei weitere öffentliche Aufführungen am Freitag, ebenfalls am Vormittag.
Man konnte die Begeisterung der eingebundenen Schülerinnen und Schüler förmlich spüren. Mit Stolz und hochmotiviert wurden die einzelnen Programmpunkte präsentiert. Alle hatten sichtlich Spaß, und auch das Publikum war restlos begeistert –  ein eindeutiger Beleg für ein wirklich perfekt organisiertes Projekt.

Besonders auch die neu zugewanderten Jugendlichen zeigten großes Engagement – sie halfen bereits freiwillig sonntags beim anstrengenden Zeltaufbau. „Das ist wirklich erstaunlich, wie die Jungs sich eingebracht haben“, so Frau Marina Forve-Metzler von der Berufsbildenden Schule Landstuhl. „Es hat wirklich Spaß gemacht; besonders toll finde ich, dass ein geflüchteter Jugendlicher durch dieses Projekt erkannt hat, wie sehr ihm die soziale Arbeit liegt – im kommenden Schuljahr wird er ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren“, so Frau Marina Forve-Metzler weiter. „Wir haben viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt, allen hat es Spaß gemacht, und der Zusammenhalt, der sich während des ganzen Projektes zwischen den Schülerinnen und Schülern unserer Schule und den Lernenden der Reha Westpfalz entwickelt hat, ist wirklich einzigartig – die Zusammenarbeit war wirklich großartig“, berichtet Frau Diana Hettesheimer, ebenfalls Lehrerin an der Berufsbildenden Schule Landstuhl.

 

Die Reha Westpfalz zeigte sich ebenfalls begeistert über das gemeinsame Projekt und möchte die Zusammenarbeit mit der BBS Landstuhl künftig noch intensivieren und weitere Projekte in Kooperation durchführen.

 

Die BBS Landstuhl bedankt sich bei allen Beteiligten für das große Engagement, besonders bei Frau Forve-Metzler, Frau Hettesheimer, Frau Jacob und Frau Resch, und spricht den Schülerinnen und Schülern ein großes Lob für die hervorragenden Leistungen während des Projektes aus.