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Völlig Banane? Seminar zum Thema Fairtrade im Bereich Einzelhandel

13.02.2019 | Von: Anne Müller

Die Banane ist das zweitbeliebteste Obst der Deutschen. Im Durchschnitt essen wir 10,5kg pro Jahr. Doch wo die gelbe Frucht eigentlich herkommt und wer an der Banane wie viel verdient, darüber machen sich die wenigsten Menschen Gedanken.

 

Genau mit diesem Thema beschäftigte sich gestern das erste Ausbildungsjahr aus dem Bereich Einzelhandel. In Kooperation mit dem Word University Service (WUS) und dessen Projekt „Grenzenlos“ wurde ein Workshop zum Thema „faire Banane“ angeboten. Dabei stand die Frage, was der Begriff Fairtrade bedeutet, zunächst im Vordergrund. Aber auch Fairtrade-Produkte und deren Erkennbarkeit wurden in dem 4-stündigen Seminar beleuchtet diskutiert.

Die Schülerinnen und Schüler merkten schnell, dass auch sie selbst sich selten Gedanken über die Herkunft oder die Kostenzusammensetzung der Banane machen. Erstaunen gab es hier vor allem über den hohen Anteil des Einzelhandels an den Kosten mit ca. 34%. Wohingegen die eigentlichen Produzenten mit mageren 6% abgespeist werden.

Genau hier setzt die Idee der „fairen Banane“ an. Es sollen faire Löhne gezahlt und gute Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Als Beispielland wurde Kolumbien herausgegriffen - eines der wichtigsten Ursprungsländer der Banane. Unsere Referentin, selbst Kolumbianerin, erzählte von ihren Eindrücken und zeigte einen kurzen Filmbeitrag über den positiven Effekt, den Fairtrade auf einige Regionen Kolumbiens ausübt. Durch Fördergelder konnten bereits Schulen gebaut oder modernisiert, ein neuer Fußballplatz errichtet oder ein Sozialsystem für Bedürftige aufgebaut werden.

 

Die Lernenden überlegten sich zum Ende des Seminars Slogans, mit welchen man die „faire Banane“ bewerben könnte. Dabei wurden äußert kreative Ideen erzielt.

Der Preisunterschied im Supermarkt – zwischen normalen und „fairtrade Bananen“ – ist minimal. Die positiven Auswirkungen auf die Erzeuger hingegen enorm. Jeder von uns sollte daher bereit sein, einige Cent pro Banane mehr zu zahlen.

 

Wir danken unserer Referentin für einen tollen Workshop mit vielen neuen Eindrücken und Frau Weißgerber für die Organisation.