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Legal, illegal - nicht egal! Drogenpräventionsveranstaltung für die Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitungsklassen

24.09.2018 | Von: Anne Müller

Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, um Abhängigkeiten präventiv vorzubeugen. Auch die Schulen und unterschiedliche Beratungsstellen leisten hierzu ihren Beitrag, um Schülerinnen und Schüler über den Konsum von Drogen und Alkohol und den damit verbundenen Folgen aufzuklären.

 

Auch die BBS Landstuhl möchte Schülerinnen und Schüler schützen und dem präventiven Auftrag nachkommen. Hierzu hielt Herr Laub von der Jugend- und Drogenberatung „Release“ aus Kaiserslautern am Freitag, dem 21.09.2018 anschauliche Vorträge für die Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitungsklassen. Sein Hauptanliegen war es, ins Gespräch mit den Schülerinnen und Schüler zu kommen und Zugänge zu schaffen, um so Ängste zu nehmen und die verschiedenen Aspekte des Drogenkonsums zu beleuchten. In erster Linie sollten die gesetzlichen Bestimmungen von legalen und illegalen Suchtmitteln und besonders deren verheerenden Folgen aufgezeigt werden. „Bei der Präventionsarbeit ist es wichtig, dass man die Jugendlichen möglichst früh erreicht, das heißt, bevor sie überhaupt anfangen zu konsumieren“, so Herr Laub. In den ersten Stunden wurden zunächst die legalen Drogen wie Nikotin, Alkohol, Schnüffelstoffe, Koffein und Medikamente besprochen; in der zweiten Stunde wurden dann hauptsächlich die illegalen Drogen wie Cannabis, synthetische Drogen, psychoaktive Stimulanzien oder Opiate und deren Wirkungsweise (auch im Straßenverkehr) thematisiert. Auch die Gefahren wurden thematisiert; hier z. B. das gezielte Strecken von illegalen Drogen und die damit verbundenen Risiken. Ebenfalls wurde das aktuelle Thema K.o.-Tropfen angesprochen. Diese werden meistens jungen Frauen in Diskotheken oder auf Feten heimlich in die Getränke gemischt, um sie gefügig zu machen. Die Tropfen sind geruchs- und geschmacklos und machen denjenigen, der sie zu sich nimmt, zum wehrlosen Opfer. Die jungen Frauen werden von den Tätern im Anschluss sexuell missbraucht, vergewaltigt oder ausgeraubt. Sie können sich durch die verabreichten Drogen im Nachhinein an nichts erinnern. 

 

Um den Einfluss von Drogen (hier besonders von Alkohol) zu verdeutlichen, durften die Schülerinnen und Schüler so genannte „Rauschbrillen“ testen und einen auf dem Boden aufgezeichneten Parcours durchlaufen. Die Brillen simulierten dabei eindrucksvoll die körperlichen Einschränkungen wie Doppelsehen, Fehleinschätzungen von Nähe und Entfernungen, Verwirrung und verzögerter Reaktionszeit. Das Absolvieren des Parcours fiel somit allen Schülerinnen und Schülern sichtlich schwer.

 

Die BBS Landstuhl bedankt sich bei Herrn Laub für seine informativen Vorträge und die hervorragende Aufklärungsarbeit und ebenfalls bei Frau Weis (Präventionsbeauftragte BBS Landstuhl und Herrn Sahin (Schulsozialarbeit BBS Landstuhl) für die Organisation der Veranstaltung.