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Höhere Berufsfachschule

Die Höhere Berufsfachschule der BBS Landstuhl

Die Höhere Berufsfachschule ist doppelt qualifizierend und bietet den Schülerinnen und Schülern neben dem Erwerb einer vollschulischen Erstausbildung auch die Möglichkeit, am Fachhochschulreifeunterricht teilzunehmen und ein zusätzliches einschlägiges Praktikum von 6 Wochen in den Ferien zu absolvieren und damit auf Antrag die Fachhochschulreifeprüfung abzulegen. 

Schülerinnen und Schüler der Fachrichtung Ernährung und Versorgung können nach einer zwölfmonatigen einschlägigen Berufspraxis unmittelbar nach dem Assistenzabschluss zusätzlich die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf zur Hauswirtschafterin / zum Hauswirtschafter ablegen.

 

Aufnahmevoraussetzungen

In die Höhere Berufsfachschule kann aufgenommen werden, wer den qualifizierten Sekundarabschluss I oder einen als gleichwertig anerkannten Abschluss besitzt.

 

Aufbau

Die Höhere Berufsfachschule wird in Vollzeitform geführt und dauert zwei Schuljahre. 

 

Der Unterricht für den Assistenzabschluss gliedert sich in einen berufsbezogenen und einen berufsübergreifenden Lernbereich. Grundlage für den fachrichtungsbezogenen Teil des berufsbezogenen Unterrichts sind Lernfelder, die sich am Anforderungsprofil der einzelnen Fachrichtungen orientieren und die entsprechenden Lernfelder der Rahmenlehrpläne der Kultusministerkonferenz berücksichtigen.

 

Wird eine Schülerin oder ein Schüler nicht versetzt, kann das erste Schuljahr der Höheren Berufsfachschule nicht wiederholt werden, wenn das im zweiten Schulhalbjahr gezeigte Lern- und Leistungsverhalten der Schülerin oder des Schülers keinen erfolgreichen Abschluss erwarten lässt. Die Entscheidung trifft die Klassenkonferenz. Die Höhere Berufsfachschule kann höchstens drei Jahre besucht werden.

 

Pädagogisches Angebot an der BBS Landstuhl

  • Die Höhere Berufsfachschule in der Fachrichtung Ernährung und Versorgung vermitttelt den Schülerinnen und Schülern berufsbezogene Kompetenzen aus allen hauswirtschaftlichen Arbeitsbereichen, sowohl in der Organisation als auch in der praktischen Umsetzung. Zur Ausbildung gehören die Speisenzubereitung für die Gemeinschaftsverpflegung, Service, Haus- und Textilpflege, die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen sowie hauswirtschaftliche Betreuungsleistungen. Schlüsselqualifikationen wie Kommunikation, Organisation und Flexibilität sind unerlässlich für das berufliche Handeln. Die Kompetenzen sind ausgerichtet an der zukunftsorientierten Berufsausbildung in der Hauswirtschaft.
  • Die Höhere Berufsfachschule in der Fachrichtung Wirtschaft qualifiziert durch eine breite kaufmännische Grundbildung sowie durch Profilbildung für einen Einsatz in Industrieunternehmen aller Branchen, in Einzel-, Groß- und Außenhandel und in verschiedenen Dienstleistungsunternehmen. Die Ausbildung befähigt zur Arbeit als Sachbearbeiter/in im Ein- und Verkauf, Finanz- und Rechnungswesen, Personalwesen sowie in der Informationsverarbeitung.

 

Praktika

Während der Ausbildung absolvieren die Schülerinnen und Schüler beider Fachrichtungen ein einschlägiges Praktikum von 16 Wochen, abzuleisten an 2 Tagen pro Woche im 1. Schuljahr. Im Rahmen des standortspezifischen Unterrichts kann die Schule weitere 4 Wochen als Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife ausweisen. Weitere einschlägige Praktika im Umfang von 6 Wochen in einem ausbildungsberechtigten Betrieb in den Ferien berechtigen zur Teilnahme an der Fachhochschulreifeprüfung auf Antrag. 

 

Prüfungen und Abschlüsse

Die Höhere Berufsfachschule schließt mit einer Prüfung ab. Die Abschlussprüfung gliedert sich in eine praktische Arbeit, eine schriftliche und gegebenenfalls eine mündliche Prüfung. Zur Prüfung wird zugelassen, wer den Bildungsgang im zweiten Halbjahr des zweiten Schuljahres besucht und nachweist, dass die vorgeschriebenen Praktikumszeiten erbracht und der erfolgreiche Praktikumsbesuch von den Betrieben bestätigt wurden. 

Bei erfolgreicher Prüfung vermittelt die Höhere Berufsfachschule Ernährung und Versorgung den berufsqualifizierenden Abschluss als 

"Staatlich geprüfte/r Assistent/in für Ernährung und Versorgung".

Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule Wirtschaft erhalten den berufsqualifizierenden Abschluss als

"Staatlich geprüfte/r kaufmännische/r Assistent/in.

 

Da im Fachhochschulreifeunterricht die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften und Sozialkunde/Wirtschaftslehre in Form von Lernbausteinen organisiert sind, können die Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule am Ende des zweiten Schuljahres auf Antrag an der Fachhochschulreifeprüfung teilnehmen und erhalten bei Erfolg

die vollständige Fachhochschulreife

und bundesweit die Zugangsberechtigung zu allen Studienangeboten der Hochschulen.

  

Das Nähere regelt die Landesverordnung über die duale Berufsoberschule und den Fachhochschulreifeunterricht in der jeweils geltenden Fassung. 

 

Schülerinnen und Schüler der Fachrichtung Ernährung und Versorgung können nach einer zwölfmonatigen einschlägigen Berufspraxis, die unmittelbar nach dem Assistenzabschluss zu absolvieren ist, zusätzlich die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf

"Hauswirtschafterin/Hauswirtschafter"

ablegen.

 

Übergangsmöglichkeiten

Im Anschluss an die Höhere Berufsfachschule sind unter anderem folgende Übergänge möglich: 

  • Berufstätigkeit 
  • Duale Berufsoberschule 
  • Fachschule nach einer einjährigen Berufstätigkeit 
  • Berufsoberschule II mit dem Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife
  • Fachhochschule 

 

Zusätzliche Links zur Höheren Berufsfachschule:

 

Weitere Informationen finden Sie unter: