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Projektschule Inklusion

„Berufsvorbereitungsjahr Inklusion“ (BVJ Inklusion) an der BBS Landstuhl

Mit Beginn des Schuljahres 2015/16 startete das Projekt „BVJ Inklusiv“ an der Berufsbildenden Schule Landstuhl.

 

Was bedeutet das?

 

An einigen wenigen Berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz wurden zum Schuljahr 2015/2016 Klassen innerhalb des BVJ eingerichtet, in denen junge Menschen mit dem Förderschwerpunkt Ganzheitliche Entwicklung zusammen mit Regelschülerinnen und Regelschülern unterrichtet werden. Diese können als Abgänger nach der 9. Klasse der Schwerpunktschulen oder als Übergänger von den Förderschulen mit dem Schwerpunkt Ganzheitliche Entwicklung auf die BBS wechseln. Sie durchlaufen dort drei Jahre mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

 

Zur Unterstützung des „BVJ Inklusiv“-Lehrerteams wird eine ausgebildete Förderschullehrkraft an die BBS abgeordnet, die sich besonders um die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Ganzheitliche Entwicklung bemüht.

 

Alle Schülerinnen und Schüler des BVJ sollen auf ihre Zeit nach der Schule vorbereitet werden, entweder auf eine weitere Schullaufbahn oder eine Ausbildungsstelle. Auch die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Ganzheitliche Entwicklung sollen innerhalb der drei Jahre Kompetenzen erwerben, die es ihnen ermöglichen, entweder auf dem ersten Arbeitsmarkt oder innerhalb eines beschützten Rahmens ihren Weg in ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu finden.

 

Alle Maßnahmen, im Unterricht oder in den Praktika, werden möglichst individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schülerin/des Schüler zugeschnitten. Ziele werden anhand von Förderplänen erstellt und umgesetzt.

 

Der Unterricht wird vielfach in Projekten organisiert.

 

Neben dem Erwerb von schulischen Inhalten, stehen auch die Reifung der Persönlichkeit, die Entwicklung von sozialen Kompetenzen und die gesellschaftliche Integration im Mittelpunkt. Damit die jungen Menschen ihre Fähigkeiten entdecken und berufliche Einblicke sammeln können, wird der Anteil an praktischer Erfahrung innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit im Laufe der drei Jahre Verweildauer immer mehr ausgebaut.

 

Ein Netzwerk von Institutionen, z. B. abgebende Schulen, Schulträger, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Bundesagentur für Arbeit mit Reha-Team, ökumenisches Gemeinschaftswerk mit den Westpfalz Werkstätten, Club Activ vom Integrationsfachdienst etc., unterstützen die Schule und die Eltern in ihrer Arbeit.

 

Die bislang gemachten Erfahrungen sind ausgesprochen positiv und die Akzeptanz der Schülerinnen und Schüler untereinander ist ausgezeichnet und für beide Seiten befruchtend. Die BBS Landstuhl ist stolz, eine der Pilotschulen in Rheinland-Pfalz zu sein.