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„Theater“ im Klassenzimmer

30.06.2017 | Von: Anne Müller

Es ist immer wieder etwas Besonderes, wenn das Pfalztheater zu Gast ist. Am Mittwoch, dem 28.06.2017 war es soweit. Für die Lernenden des Berufsvorbereitungsjahres und der Berufsfachschule I und II  wurde das mobile Klassenzimmerstück „Malala“ an der BBS Landstuhl aufgeführt.

 

Mit großem Interesse verfolgten alle die gut gelungene Inszenierung. Die Darsteller lösten große Betroffenheit aus, da viele Schülerinnen und Schüler die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai bereits durch das Fernsehen und die sozialen Medien kannten.  

Das Klassenzimmerstück von Nick Wood portraitiert Malala und ihre einzigartige Geschichte. Mit zehn Jahre übernehmen die Taliban in ihrer Heimat im Swat-Tal in Pakistan die Macht. Malala engagiert sich, wie ihr Vater Ziauddin, politisch und spricht sich immer wieder öffentlich gegen die Taliban und das kriegersche Regime aus. Mit elf Jahren gerät sie zum ersten Mal in den internationalen Fokus. Um auf sich und die Missstände aufmerksam zu machen, schreibt sie für die BBC einen Blog, in dem sie über ihr Leben als Mädchen unter genau diesem Talibanregime berichtet. Am 9. Oktober 2012 passiert dann das Unfassbare – Malala wird Opfer eines Anschlags der Terroristen, die ihren Schulbus stoppen und aus nächster Nähe auf sie und ihre Freundinnen schießen. Malala wird am Kopf getroffen und überlebt nur knapp. Als Anerkennung für ihren unermüdlichen Kampf gegen den Terrorismus und für die Chancengleichheit aller Menschen wird ihr im Jahr 2014 (als jüngste Preisträgerin in der Geschichte) der Friedensnobelpreis überreicht.

Durch die beeindruckende Leistung der Schauspieler trat die beeindruckende Geschichte des Mädchens ganz unmittelbar in die Realität der Schülerinnen und Schüler; denn eigentlich ist Malala eine ganz normale Jugendliche, die jedoch bereits in jungen Jahren viel erreicht hat.  Sie setzt sich weiterhin für bessere Bedingungen und gegen kriegerische Auseinandersetzung bzw. gegen die Unterdrückung ein und lässt sich auch von der großen Macht der Taliban nicht einschüchtern.

 

Im Nachgespräch ergab sich für die Klasse die Möglichkeit, Eindrücke, Gefühle und Gedanken mit den Darstellern auszutauschen und mit diesen in einen Dialog zu treten, um ebenfalls Fragen zu stellen und mehr über die Inszenierung zu erfahren.

 

Wir bedanken uns beim Pfalztheater Kaiserslautern und freuen uns auf die nächste Vorstellung im kommenden Schuljahr.