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Schokolade - Süßes Geschäft mit bitterer Seite

19.06.2017 | Von: Anne Müller

Wer heute im Einzelhandel seine Einkäufe erledigt, kommt um Themen wie Bio und Fairtrade nicht herum. Doch was hat es damit auf sich?

 

Genau mit dieser Frage beschäftigten sich am vergangenen Dienstag, dem 13.06.2017 die Schülerinnen und Schüler des zweiten Ausbildungsjahres im Ausbildungsberuf Einzelhandelskauffrau/-mann. In Zusammenarbeit mit dem World University Service WUS* wurde ein zweistündiger Workshop zum Thema „Schokolade - Süßes Geschäft mit bitterer Seite“ durchgeführt. Hierzu war ein Student aus Peru zu Gast im Unterricht. Er selbst kennt die Bedingungen des Kakaoanbaus/-abbaus in Peru aus eigener Erfahrung und konnte so einen Perspektivwechsel bei den Schülerinnen und Schülern erreichen.

Die Klasse erfuhr, wo auf der Welt Kakao angebaut werden kann und war erstaunt, dass dies lediglich in begrenzten Gebieten der Welt möglich ist – z. B. in Ländern wie Mittelamerika, Afrika und den philippinischen Inseln.

Die Produktionsstätten und die Standorte der Schokoladenriesen (z. B. Mars und Ferrero) waren den Schülerinnen und Schülern wiederum bekannt. Doch wie kann es sein, dass die Produktion der Schokolade in ganz anderen Teilen der Welt stattfindet? Gemeinsam diskutierten die Schülerinnen und Schüler über die sich daraus ergebenden Probleme.

 
In einer Gruppenarbeit überlegten die Lernenden schließlich, wer wie viel an einer Schokolade verdient. Dabei wurde zwischen der herkömmlichen Supermarkt-Schokolade und der Fairtrade-Variante unterschieden. Die Gruppen erhielten jeweils eine gleich hohe Anzahl von Lego-Steinen und sollten diese entsprechend auf die an der Schokoladenproduktion beteiligten Akteure verteilen - vom Kakaobauern hin zum Handel. Die Schülerinnen und Schüler begründeten ihre Annahmen und recherchierten hierzu ebenfalls im Internet, um sich über Fairtrade und die konventionelle Schokoladenproduktion zu informieren.

Bei der anschließenden Präsentation der Ergebnisse und dem Vergleich zwischen den Vermutungen und der Realität ging das ein oder andere „ahhh“ und „ohhh“ durch den Raum.

 

Die zwei Stunden vergingen wie im Flug und die Schülerinnen und Schüler waren vom Workshop sehr angetan. Wir bedanken uns bei WUS für die Kooperation und unserem Referenten Fernando für einen spannenden und lehrreichen Vormittag!

 

*WUS

„ Bildung ist nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern ist auch die Voraussetzung für eine nachhaltige soziale, ökonomische und politische Entwicklung. Zentrale Elemente der Arbeit des WUS sind dabei die Dekade für nachhaltige Bildung sowie der Globale Aktionsplan für Menschenrechtsbildung der Vereinten Nationen. Um allen Verantwortlichen einen "Bildungsauftrag für die Zukunft" mit auf den Weg zu geben, strebt der World University Service (WUS) eine grundlegende Vernetzung der im Bildungsbereich tätigen Organisationen und Einzelpersonen an. Die Ergebnisse, dieser in gemeinschaftlichen Kooperationen durchgeführten Projekte, die der World University Service (WUS) im Auftrag von Ministerien und anderen Nichtregierungsorganisationen.“

 

Weitere Informationen finden Sie auch unter http://www.wusgermany.de/de.